Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Microsoft hat die Entwicklung des Internet Explorers 2015 eingestellt, so dass technische Neuerungen nicht mehr unterstützt und Sicherheitslücken nicht mehr zuverlässig geschlossen werden. Zur Nutzung unserer Seite empfehlen wir aktuelle Browser wie beispielsweise Microsoft Edge, Mozilla Firefox, Google Chrome oder Safari.

AKTUALISIEREN

Dokumente

Dokumente zum Download

Abschlussbericht: „Eignung paläogener Tone und Tonsteine im Rahmen des Standortauswahlverfahrens zur Endlagerung radioaktiver Abfälle“

Die Institute für Geologie und für Geotechnik der Leibniz Universität Hannover (LUH) haben eine Studie zur Eignung von Tonen und Tonsteinen im Rahmen des Standortauswahlverfahrens zur Endlagerung radioaktiver Abfälle vorgelegt.

Im Rahmen dieser Studie wurde eine umfangreiche Literaturrecherche in Hinblick auf die geologischen und geotechnischen Eigenschaften der in der Zeitspanne vor etwa 66 bis 23 Mio. Jahren (Paläogen) abgelagerten Tone und Tonsteine im Norddeutschen Becken durchgeführt. Der Fokus der Studie liegt auf dem von der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) im Zwischenbericht Teilgebiete ausgewiesenen Gebiet 004_00TG_053_00IG_T_f_tpg, welches sich unter anderem über weite Teile von Niedersachsen erstreckt.

Der 154 Seiten umfassende Abschlussbericht basiert auf bereits veröffentlichten Daten und weist auf Forschungsbedarfe und bestehende Wissenslücken hin. So seien die geomechanischen und geotechnischen Eigenschaften der Gesteine kaum untersucht. Auch sei über die effektiven Gebirgsdurchlässigkeiten und Gebirgsporositäten nur wenig bekannt.

Die Autoren legen dar, dass die paläogenen Sedimente des Norddeutschen Beckens in ihren Gesteinseigenschaften stark variieren und es regional große Unterschiede in ihrer Mächtigkeit gibt. Es werden daneben erhebliche Ungewissheiten hinsichtlich mineralogischer Zusammensetzung, Diagenese, Absenkungsgeschichte und Verfestigung der entsprechenden Gesteine festgestellt.

Auf „Grundlage der ausgewerteten Literatur“ und der identifizierten „großen Wissenslücken“ kommen die Autoren zu dem Schluss, dass „keine abschließende Bewertung der Eignung paläogener Tone und Tonsteine des Norddeutschen Beckens als potenzielle Endlagerwirtsgesteine für hochradioaktive Abfälle vorgenommen werden“ könne. Konkrete Endlagerstandorte werden nicht ausgewiesen.

Die Studie ermöglicht einen thematischen Einstieg und kann Ausgangspunkt für weiterführende vertiefende Betrachtungen, Recherchen und Untersuchungen sein; sie wurde im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz durchgeführt.